




Wohl keine andere Insel zieht Menschen so in ihren Bann wie Capri, das atemberaubende Eiland im Golf von Neapel. Schon Kaiser Tiberius war davon so begeistert, dass er sich die prachtvolle Villa Jovis errichten ließ und dort von 27 bis 37 n. Chr. lebte. Bis zum 4. Jh. war Capri Freizeitziel und Wohnort römischer Adliger und gehörte danach zu dem Herzogtum Neapel. Im 6. Jh. wurde Capri von den Sarazenen und danach von den Langobarden, Normannen, Anjou, Aragoneser und schließlich den Spaniern erobert. Im 17. und 18. Jh. erlebte Capri zusammen mit Neapel eine erneute Blütezeit. Davon zeugt die herrliche Architektur der Kirchen und Klöster. Seit der ersten Hälfte des 19. Jh. begannen italienische und ausländische Besucher - vom Klima, der Gastfreundschaft, den Farben und der anziehenden Atmosphäre angelockt - auf die Insel zu strömen. Künstler, Intellektuelle, Schriftsteller, reiche und exzentrische Besucher wählten sie als feste Heimat oder als Zweitwohnsitz aus und trugen so dazu bei, jene vielfältige und kosmopolitische internationale Kolonie entstehen zu lassen, die Capri in der ganzen Welt berühmt gemacht hat.
Die Mischung aus Geschichte, Mondänität und Kultur in Verbindung mit atemberaubender Naturschönheit, südlichem Flair und sehr mildem Klima hat den Mythos von Capri hervorgerufen. Die berühmte Piazetta – das Herz Capris - und die idyllisch-gepflegten Gassen sind das ganze Jahr über Treffpunkt des internationalen Jetsets. Ein Muss ist der Besuch der Gärten des Augustus mit einem atemberaubenden Blick auf die Südküste, die grandios gelegene Villa San Michele, die berühmte Blaue Grotte und Anacapri, von wo aus man per Sessellift zum Monte Solaro hinaufgondelt. Der Mythos Capri lebt.