



Mit 46 Quadratkilometern ist Ischia die größte Insel im Golf von Neapel. Wer per Fähre oder Tragflügelboot in Ischia Porto ankommt, ahnt kaum, dass er sich in einem einstigen Vulkankrater befindet. Für den Bau eines geschützten Hafens wurde der Kraterrand vor ca. 150 Jahren durchstoßen. Nicht nur der Hafen, sondern die gesamte Insel ist vulkanischen Ursprungs. Vielerorts sprudelt noch heute heißes, mineralhaltiges Wasser aus unterirdischen Quellen. Zusammen mit der üppigen mediterranen Vegetation und dem milden Klima bietet Ischia ideale Voraussetzungen für einen immer gefragteren Thermal- und Wellness-Betrieb.
Die Insel mit ihren schönen Badeorten ist vor allem für seine Heilbäder und Thermen bekannt, wovon es einige gibt. Diese haben jedoch nichts mit langweiligen Kurbädern zu tun. Was Ischia heute so einzigartig und attraktiv macht, sind die paradiesisch schönen Thermengärten und Badelandschaften, die auch immer mehr junges „Wellness & Schönheits-Publikum“ anlockt. Im Sommer herrscht auf den Flaniermeilen, in Bars und Boutiquen in Ischia Porto, Casamicciola Terme und Lacco Ameno bis in die Nacht viel Betrieb.
Bereits die Griechen und Römer wussten vor mehr als 2000 Jahren um die besondere gesundsheitsfördernde Wirkung der heißen Dämpfe und Schwefelthermen. Rund 70 Thermen sind es insgesamt, zum Teil innerhalb der Hotelanlagen oder in öffentlichen Thermalgärten. Der schönste und größte ist der Giardini di Poseidon am Strand von Citara. Es gibt einige wenige Strände. Der schönste ist der dunkelsandige Maronti-Strand, der von einer vulkanischen „Bodenheizung“ erwärmt wird. Hier kann man auch bei kälteren Temperaturen in der Nebensaison gut liegen.
Besonders reizvoll ist das Castello Aragonese in Ischia Ponte, das Clarissinenkloster mit seinen Sitzgräbern und die sechseckige Kirche San Pietro. Wildromantisch über dem Meer liegt die weiße Wallfahrtskirche Sand Maria del Soccorso. Von Neapel aus erreicht man Ischia mit der Fähre in ca. 90 Minuten, mit den schnelleren Tragflächenbooten knapp die Hälfte.