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Regionen / Latium / Über Latium

Die Region Latium wird automatisch mit der ewig schönen Stadt Rom assoziiert, obwohl auch die Region in der Mitte Italiens mit der Vielfalt seiner Landschaften sehr reizvoll ist. Von der weitgehend flachen Mittelmeerküste erreicht man durch sanft ansteigende Hügel innerhalb weniger Kilometer das in weiten Teilen vulkanisch geprägte Gebirge. In das weiche Tuffgestein sind tiefe Schluchten gegraben, in denen die geheimnisvollen Etrusker ihre riesigen Totenstädte wie Cerveteri und Tarquinia gruben und an deren Rändern heute stille kleine Orte liegen. Während der hügelige Norden üppige Vegetation besitzt, ist der Süden karger, verfügt aber über die weitaus schönere Küste. Die Gebirgsketten Monti Volsini, Cimini, Sabini und die Colli Albani sind zum größten Teil vulkanischen Ursprungs, in ihren größten Kratern liegen die reizvollen Seen Bolsena, Vico, Bracciano, Albano und Nemi.

Latium hat eine interessante Geschichte, die noch heute durch zahlreiche Kirchen, Ruinen und archäologische Funde den Reiz dieser Landschaft mitbestimmt. Beinahe jeder Ort – sei er noch so klein – kann irgendein Zeugnis seiner Geschichte vorweisen, das aus prähistorischer, etruskischer, römischer oder mittelalterlicher Zeit stammt. Vor allem im Norden kommen an immer mehr Stellen Zeugnisse des Volks der Etrusker zum Vorschein. Südlich von Rom steigen die Berge mit den Colli Albani bis zu 1000 Metern an. Es ist ein schönes, teils dicht bewaldetes Gebiet mit kleinen Seen und historischen Städtchen, den sog. Castelli Romani, die schon in der Antike eine beliebte Sommerfrische und später von Adel, Kardinälen und Päpsten sehr geschätzt waren. Mit den weltberühmten Gärten von Tivoli ist die Villa d’ Este eine der ganz großen Attraktionen Latiums, weniger der Palazzo, als die großartigen Terrassen- und Fontäneanlagen mit unzähligen Brunnen und Statuen, erbaut im 16. Jh. für den gleichnamigen Kardinal.

Rom – dem Charme und Lebensgefühl dieser Stadt kann man sich kaum entziehen, ob beim ersten oder x-ten Besuch. Wie in keiner anderen Stadt der Welt ergänzen sich in Rom ganz harmonisch Zeugnisse der Vergangenheit und der Moderne. Auf engstem Raum erlebt man lebhaften Alltag, Jahrtausend alte Geschichte und ein immenses kulturelles Erbe, das seinesgleichen sucht. Antike Sarkophage dienen als Brunnen, heidnische Tempelsäulen stützen Seitenschiffe christlicher Kirchen, vor dem Kolosseum posieren Gladiatoren mit Handy und am Schauplatz des Cäsarmordes speist man genüsslich in einer Trattoria. Die Ewige Stadt gleicht einer Theaterkulisse, einem Welttheater im Kleinen, wo seit Jahrtausenden jeder seine mehr oder minder große Rolle spielt. In den letzten Jahren wurde die Stadt dank erheblicher Investitionen um viele Attraktionen reicher u.a. mit Eröffnung neuer Museen und den archäologischen Ausgrabungen in der Domus Aurea. Namhafte Modehäuser wie Armani, Gucci oder Tiffany haben das Shopping-Mekka noch attraktiver gestaltet.

Wer in Verbindung mit einem Rom-Besuch einen Badeaufenthalt in Latium plant, wird nicht enttäuscht. Entlang der herrlichen Küste – der „Riviera des Odysseus“ – liegen bekannte Badeorte wie Sabaudia, San Felice Circeo, Terracina, Formia und Sperlonga mit ihren feinsandigen Stränden. Auf den vorgelagerten Pontinischen Inseln wird jeder Strandurlaub zu einem Erlebnis. Von der Inselgruppe vulkanischen Ursprungs 40 km südlich von Formia hat sich die Insel Ponza dank ihrer großartig-wilden Landschaft und den schönen Bade- und Tauchmöglichkeiten zu einem vielbesuchten Anziehungspunkt entwickelt. Mit über 7000 Liegeplätzen in modernen Hafenanlagen ist bestens für die Sportschiffer gesorgt.

 

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