Reisekataloge

Regionen / Oberitalienische Seen / Garda See

Mit seinen Wellen und Schaumkronen, Stränden und verborgenen Buchten, Gerüchen und Farben gleicht der Garda See einem kleinen Meer. Zu verdanken ist dieses Phänomen einem Gletscher, der zu Urzeiten eine lange tiefe Furche schuf und enorme Gesteinsmassen im Tal hinterließ. Dieser Bereich wurde bald durch  das Wasser des Flusses Sarca gefüllt.
Der Garda See hat zu allen Zeiten fasziniert und war ein Muss auf den Routen großer Reisender, von Goethe zu Byron, Lawrence, Ibsen, Rilke und Gide, um nur einige zu nennen.
Was sich in Augen und Herzen verewigt, ist das majestätische Naturschauspiel aus Licht und Farben. Die mit Dörfern und Städtchen gesäumten Ufer fügen sich auf natürliche Weise in die Schönheit der Natur ein. Antike Zeugnisse römischer Ansiedlungen, mittelalterliche Festungen, beeindruckende Paläste und Patriziervillen.
Der größte See Italiens grenzt an die drei Regionen Trentino-Alto Adige, Venetien und Lombardei. Eine Rundfahrt um den gesamten See ist 125 Kilometer lang und beginnt idealerweise ganz im Norden, im Trentino. In dieser Gegend voller intensiver Düfte und Farben, Kultur und Geschichte fährt man durch die Städtchen Arco, Riva del Garda und Torbole, eine Traumregion auch für Segler und Windsurfer. Vom Ostufer Richtung Süden erreicht man die sog. Olivenriviera. Bei Monte Baldo erhebt sich Malcesine neben einem Fels. Weiter geht es nach Brenzone, Torri del Benaco mit einem mittelalterlichen Hafen, Garda und inmitten von Olivenhainen San Vigilio mit dem Garten der Villa Guarienti aus dem 16. Jh.; Bardolino, weltweit für seinen Wein bekannt; Peschiera, eine durch hohe Mauern befestigte Altstadt. In Desenzano zeigt die Architektur Spuren venezianischer Herrschaft. Um Lonato und Valtenesi liegen zahlreiche Burgen und Villen und hinter Padenghe und Moniga liegt am Westufer der elegante Ort Salo. Durch Olivenhaine geht es nach Gardone Riviera zum Golf von Maderno. Ab hier in Richtung Gargnano und Limone dominiert der steil in das Wasser abfallende Berg den See. Außergewöhnliche Terrassenformen machen Zitronenplantagen Platz. Das milde Klima erlaubt den Anbau von Zitronen, Zedern und Bergamotten.
Die Gegend um den Gardasee kann man auch im Hinblick auf seine Nahrungsprodukte und das gastronomische Angebot entdecken. Es gibt kaum etwas Angenehmeres, als sich von der Esskultur durch die Natur, Geschichte und Tradition führen zu lassen, Gaumenfreuden und Düften einer Gegend folgend, in der das alpine Ambiente ein mediterranes Kolorit annimmt.  

 

 

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