Reisekataloge

Regionen / Oberitalienische Seen / Lago Maggiore

Der Lago Maggiore, 66 km lang und bis zu 12 km breit,  ist der westlichste der drei großen Alpenseen. Der nördlichste Zipfel gehört noch zum Schweizer Tessin, der westliche Teil zu Piemont und der östliche zur Lombardei.

Der See stellt seit dem Mittelalter den Ursprung der Adelsfamilie Borromeo dar, und noch heute zeugen auf der Insel die prächtigen Gebäude, die üppigen italienischen Gärten und die beeindruckende Festung in Angera von dieser Epoche. In der Schweiz mündet der Fluss Ticino in den See, und von beiden Ufern strömen unendliche viele, die Hügel und Tallandschaften charakterisierende Bäche und Wasserläufe in den Lago Maggiore. Die Landschaft ist vielseitig: steiler im Norden weitet sie sich am Golf vor Stresa und Verbania in eine verblüffende Vielfältigkeit von Vegetation und Architektur. Das angenehme Klima und die Schaffenskraft des Menschen trugen ihr übriges zur Gestaltung der Landschaft bei. Weiter südlich flachen die Hügel allmählich zum Ufer hin ab, wo sich die Mündungen der Wasserläufe mit Sandstränden und Felswänden abwechseln.

Am piemonteser Ufer liegt das Städtchen Arona mit dem größten Hafen des Sees. Weiter Richtung Norden erreicht man Meina, ein kleiner antiker Ort, dem sich eine scheinbar endlose Reihe von Villen und Parks anschließt. In Belgirate, zwischen See und abschüssigem Hügel, liegt der Golf von Borromeo, der seinen Höhepunkt in dem international bekannten Ort Stresa findet. Die Strandpromenade Stresas ist von Palmenreihen, blühenden Gärten und majestätischen Hotelfassaden gesäumt. Blickt man auf den See, so sieht man die Borromäischen Inseln – Isola Bella, Isola Madre und Isola di Pescatori, die wie durch einen Zauber aus dem Wasser emporragen. Dieser Anblick macht verständlich, warum Stresa bereits in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts so berühmt wurde. Ab Mitte des 20. Jahrhundert verbrachten hier Persönlichkeiten der Wirtschaft, Kultur- und Literaturwelt wie die Rockfellers und Vanderbilts, Hemingway und Steinbeck, Clark Gable und David Niven ihren Urlaub. Das „Dolce Vita“ fand in den Salons der Hotels, auf der Seepromenade und in den anmutigen Orten des Hinterlands auf den Hängen des Monte Mottarone statt.

Vor der Grenze zur Schweiz erreicht man Cannobio und Cannero. Auf der lombardischen Uferseite ist das inmitten mediterraner Vegetation gelegene Luino. Sehenswert sind auch Laveno und etwas weiter die wunderbare Einsiedelei Santa Caterina dei Sasso aus dem 13. Jahrhundert. Direkt gegenüber liegt Angera mit der imposanten Festung der Familie Borromeo. Am südlichsten Ende liegt Sesto Calende.
Die Gegend um den Lago Maggiore bietet eine Küche voller Kunst und Phantasie: überall kann man traditionelle Gerichte aus dem Piemont und der Lombardei genießen, die auch auf dem frischen, lokalen Fisch basieren.

 

 

Zurück zur Auswahl