Reisekataloge

Regionen / Oberitalienische Seen / Orta See

In einem wenige Quadratkilometer großen Gebiet liegen hügelige Ebenen und über 1500 m hohe Gipfel, Wälder und Wiesen, Felsen, Mündungen von Wildbächen, kleine Siedlungen und Städte. Mittendrin der See, von dem der Philosoph Nietzsche verzaubert war, als er ihm im Mai 1882 einen Besuch abstattete. Vielleicht konnte nur ein Ort wie dieser die unruhige Seele von Nietzsche begeistern: der Orta See ist ein Schauplatz gegensätzlicher Empfindungen, Gefühle und Überraschungen. Es ist auch ein friedlicher Ort mit Farben, die vor allem im ersten Morgengrauen zu genießen sind: das blaue Wasser, die endlosen braunen und grünen Berge, die graublauen Felsen und die entfernten weißen Gipfel. Der bekannteste Ort am Ufer ist Orta San Giulio, dessen Architektur die Spuren des Mittelalters, der Renaissance, des Barock und der Neoklassik in sich birgt. Von hier aus hat man ein Panorama mit dem gesamten See bis zur Insel San Giulio, die mit ihrer romanische Basilika zwischen Wasser und Himmel zu schweben scheint. Gegenüber von Orta am Westufer des Sees liegt auf einem riesigen Fels die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso, ein herrlicher Bau mit reichhaltiger Malerei aus dem 8. Jahrhundert. An den Ufern liegen zahlreiche kleine und große Ortschaften wie Armeno mit einer schönen romanischen Kirche, Pettenasco an der Spitze einer in den See ragenden Halbinsel, Gozzano sowie am östlichen Ufer San Maurizio d’Opaglio, Alzo und Quarna, bekannt für den Bau von Musikinstrumenten. Natürlich können am Orta See die Gaumenfreuden nicht fehlen. Aus Novarese kommen wertvolle Weine, Reis und Gorgonzolakäse. Die Ossola-Täler im Norden sind für charakteristische Salami- und Käsesorten bekannt. Eine besondere Mortadella-Art gibt es in Orta und rund um den See offerieren zahlreiche typische Restaurants die lokalen schmackhaften Fischgerichte.

 

 

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