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Die Hauptstadt der Region Emilia Romagna ist wirtschaftlich das dominierende Zentrum der Poregion. Bologna ist eine bedeutende Messe- und Modestadt, bekannte Universitätsstadt, historische Kultur- und Kunststadt mit grandiosen Schätzen und unbestrittener kulinarischer Mittelpunkt der Feinschmeckerregion Emilia Romagna. Die Stadt besticht durch ihr jugendliches Flair und ihre heitere Atmosphäre. Dazu trägt auch bei, dass ein Viertel der Einwohner Studenten sind.

Die Geschichte der Stadt beginnt als etruskische Siedlung im 6. Jh. vor Chr. Nach der Herrschaft der Kelten, Römer und der Kirche erlebte Bologna um 1450 eine Blütezeit als klassische italienische Renaissance-Stadt. Viele der Kunstschätze stammen aus der Renaissance.

Monumente des kulturellen Erbes von Bologna sind über die ganze Stadt verteilt, von den schiefen Türmen und der Kirche San Petronino im historischen Zentrum bis zur Pinacoteca Nazionale im Universitätsviertel.

Das Zentrum der Stadt ist die Piazza Maggiore mit der Basilika San Petronio. Die gewaltige gotische Kirche (die fünftgrößte der Welt) hat ein eindrucksvolles Inneres, dessen Mittelschiff 40 m hoch und 20 m breit ist. Ursprünglich als größte Kirche der Christenwelt geplant, wurde der Bau, begonnen im Jahr 1390, aufgrund finanzieller Probleme nicht vollendet. Im Innenraum befindet sich die Mittagslinie, 1655 eingerichtet nach Plänen des Astronomen Giovanni Domenico Cassini. In der Capella Bolognini des Domes befindet sich zudem eine beeindruckend Darstellung des Weltgerichts von Giovanni da Modena (um 1410). Der Maler des Freskos orientierte sich bei der Darstellung an Dantes Göttlicher Komödie und zeigt im Höllenkreis unter anderem den Propheten Mohammed, dem als Glaubensspalter von einem Teufel der Körper aufgeschlitzt wird. Die Kathedrale San Pietro mit der Pietà von Lombardi befindet sich auf der Via Indipendenza.
Die älteste Kirche Bolognas, die Basilica di Santo Stefano, befindet sich in einem heute noch genutzten Klosterkomplex im historischen Zentrum der Stadt. Die Anlage hat einen byzantinischen Rundbau und typisch romanische Kreuzgänge. Die Wallfahrtskirche Santuario della Madonna di San Luca liegt auf dem Guardiahügel oberhalb der Stadt und bietet einen wunderschönen Blick über die Poebene. Zur Kirche hinauf führt der über vier Kilometer längste Arkadengang der Welt. Bologna ist für seine Arkaden bekannt. Sie erstrecken sich über 38 km und wurden ursprünglich geschaffen, um der wachsenden Bevölkerung der Stadt gerecht zu werden. Der Bau der Arkaden ermöglichte es, die oberen Stockwerke auszubauen und so neuen Wohnraum zu schaffen, ohne den Handel und den Durchgangsbetrieb zu stark zu beeinträchtigen
Die Piazza di Nettuno liegt unmittelbar neben der Piazza Maggiore und wird von dem berühmten Neptunbrunnen, dessen Spitze die herrliche Bronzestatue des Wassergottes von Giambologna bildet (16. Jh.). Der Dreizack des Neptun wurde von Maserati als Firmenemblem gewählt. An der Piazza Porta Ravegnana stehen die zwei letzten hohen Adelstürme aus dem Mittelalter, die sog. Torri pendenti. Diese zwei Türme sind die Wahrzeichen der Stadt. Die Legende sagt, die Türme wären deshalb so schief, weil sich zwei Mitglieder der verfeindeten Familien so innig liebten. Auf den größeren, den Torre degli Asinelli, kann man über 498 enge Holzstufen hinaufsteigen. Der Ausblick über die Stadt ist fantastisch.

In der Pinacoteca Nazionale ist eine große Sammlung Bologneser Maler des 14. bis 19. Jh. und venezianische Meister wie Tintoretto und auch Raffael zu sehen.

 

 

 

 

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