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Brindisi ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, und liegt im östlichen Teil der süditalienischen Region Apulien. Die Stadt wurde vor allem durch den See- und Fährhafen, der als einziger des südlichen Adriatischen Meeres auch großen Schiffen Schutz bieten kann, bekannt. Wer in Brindisi jedoch nur auf der Durchreise ist, dem entgeht etwas.

Der Name der Stadt kommt von Brunda, was soviel wie Hirschkopf bedeutet. Es ist eine Anlehnung auf den natürlichen Hafen der Stadt, durch den Brindisi in der Antike ein wichtiger Umschlagplatz wurde. 268 v. Chr. eroberten die Römer die Stadt und nannten sie Brundisium. Die Via Appia, Roms wichtigste Militärstraße, wurde von Capua nach Brundisium verlängert und führte direkt zum dortigen Hafen. Am 21. September v. Chr. soll der berühmte römische Dichter Vergil während einer Reise in Brindisi verstorben sein. Ab dem 6. Jahrhundert gehörte Brindisi zu Byzanz. Von 840 bis 870 war es ein islamisches Emirat in Italien. 1071 wurde es von den Normannen erobert. Unter den Staufer-Kaisern erlebte Brindisi im 12. und 13. Jahrhundert eine Blütezeit und wurde auch wichtiger Hafen der Kreuzzüge nach Palästina.

Zu den Sehenswürdigkeiten Brindisis gehören die Schlösser Castello Aragonese und Svevo und die 18 m hohe römische Säule Colonna del Porto, die Mitte des 2. Jh. n. Chr. erbaut wurde. Im alten Stadtzentrum gibt es einige schöne und gut erhaltene Gebäude zu sehen, wie das Porticato de Cateniano aus dem 14. Jh., das als Sitz der Templer diente.

Die Landschaft Brindisis ist von uralten Olivenbäumen geprägt, die fast bis an die 80 km lange Küste reichen, an der sich malerische Häfen, feinsandige Strände, kleine Buchten und Steilküsten mit Städtchen, die wie Festungen auf ihnen thronen, befinden. Im Dreieck der Provinzen Bari, Brindisi und Taranto erstreckt sich das Itria-Tal. Dies ist das Land der Trulli, jenen alten Zipfelmützenhäuschen, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

 

 

 

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