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Städte / Catania / Über Catania

Catania, die zweitgrößte Stadt Siziliens, liegt an der Ostküste am Fuße des Ätna, der mit 3323 m Höhe der höchste aktive Vulkan Europas ist. Catania wurde im 8. Jh. v. Chr. von griechischen Siedlern aus Naxos gegründet. Im 3. Jh. v. Chr. entwickelte sich die Stadt unter römischer Vorherrschaft zum wichtigsten Handelsstützpunkt des damaligen Siziliens. Der Hafen ermöglichte regen Handel mit dem gesamten Mittelmeerraum. Einen weiteren Aufschwung erfuhr die Stadt durch die Araber, die die fruchtbaren Böden der Umgebung für den Anbau von Zitrusfrüchten nutzten und Catania damit zu einem der wichtigsten Zentren der Landwirtschaft machten. Im Jahr 1669 wurden Teile der Stadt nach einem Vulkanausbruch des Ätna unter Lavaströmen begraben. Ein schweres Erdbeben im Jahr 1693 zerstörte Catania fast vollständig. In den folgenden Jahrzehnten wurde es im barocken Baustil, der noch heute das Stadtbild prägt, wieder aufgebaut. Da viele Gebäude aus Lavagestein bestehen, wird die Stadt auch als „schwarze Tochter des Ätna“ bezeichnet.

Catania ist heute Hafenstadt, Universitäts- und Erzbischofssitz und das wichtigste Handelszentrum der Insel. Viele Geschäfte, Bars, Diskotheken und Restaurants sorgen für eine sehr lebendige Atmosphäre. Die Altstadt steht seit 2002 zusammen mit acht anderen barocken Städten des Val di Noto auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Unter Federführung des Baumeisters Giovanni Battista Vaccarini wurde Catania im Stil des römischen Barock wiederaufgebaut. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen:

Die Kathedrale von Catania, die der Heiligen Agata, der Schutzpatronin der Stadt, geweiht ist. Die ursprüngliche Kirche wurde Ende des 11. Jh. als normannische Wehrkirche erbaut. Heute ist von diesem Bau wenig erhalten. Nach dem Erdbeben wurde von Vaccarini eine neue Barockfassade geschaffen.
Die Badia di Sant’Agata, eine ehemalige Abtei mit einer Barockkirche, wurde ebenfalls von Vaccarini wieder aufgebaut.
Die Kirche des San Benedetto in der Via di Crociferi, der schönsten Barockstraße Catanias, ist ein Beispiel für den sizilianischen Barock. Die Kirche ist mit Fresken von Giovanni Tuccari aus Messina geschmückt.
Das ehemalige Benediktinerkloster San Nicola beherbergt heute die Universität Catania. Zum Kloster gehört die Kirche San Nicolò. Nach 1693 wurde mehrmals mit dem Wiederaufbau begonnen, jedoch nie vollendet - die Fassade des Barockbaus ist deshalb unvollständig. Catania ist auch reich an herrschaftlichen Palazzi Zu den bedeutendsten gehören der Palazzo Biscari. Das Innere des Palastes zeigt Stilelemente des Rokoko. Der Palazzo Reburdone ist ein Spätwerk Vaccarinis und wurde für die Familie Guttadauro di Reburdone erbaut. Der Adelspalast wird dem catanesischen Spätbarock zugeordnet. Der Palazzo del Toscano, 1870 von dem Architekten Enrico Alvino erbaut, diente als Stadtresidenz für die Adelsfamilie der Paternò marchesi del Toscano. Der Palazzo degli Elefanti, an der Piazza del Duomo gelegen, ist heute der Sitz des Rathauses von Catania.
Auf der Piazza del Duomo steht der Elefantenbrunnen, das Wahrzeichen Catanias. Der Elefant aus schwarzem Lavagestein trägt einen Obelisk aus hellem Granit. Das Amphitheater, aus Marmor und Lavagestein erbaut, war in der Antike mit 7000 Sitzplätzen eines der größten auf Sizilien. Heute ist es teilweise von barocken Gebäuden überbaut.
Das Castello Ursino, um 1240 gebaut, war im 14. Jh. Residenz der aragonischen Könige. Heute beherbergt es das Museo Civico, in dem griechische Skulpturen gezeigt werden. An der Porta Judicello gelangt man zu dem noch erhaltenen jüdischen Friedhof der Giudecca und den jüdischen Bädern.

Nahe bei Catania liegen wunderschöne Strände und berühmte Ferienorte, der beliebteste ist wohl Taormina mit seinem fantastischen Blick auf den Ätna. Der Strand von Mazzaro liegt direkt bei Catania. Die benachbarten Badeorte Marina d’Agro, Letojanni und Giardini-Naxos bieten ebenfalls sehr schöne Strandareale.

 

 

 

 

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