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Die Hauptstadt der Region Umbrien liegt auf einem Höhenrücken zwischen dem Tibertal und dem Trasimenischen See. Hier, wo im 13. Jh. eine der ältesten Universitäten Europas gegründet wurde, besitzen Kunst, Kultur und Wissenschaft seit jeher einen hohen Stellenwert.

Perugia, das antike Perusia, war ein Stadtstaat der Etrusker und wurde 295 v. Chr. von Rom unterworfen. Im Jahr 41 v. Chr. wurde die Stadt vom späteren Kaiser Augustus zerstört. 754 kam Perugia zum Kirchenstaat, behielt aber eine freistädtische Verfassung. 1540 kam es nach kurzer Adelsherrschaft im 15. Jh. wieder in päpstliche Hand und 1860 zum Königreich Italien.

Perugias Altstadt liegt beiderseits des Corso Vannucci. Am nördlichen Ende, auf der Piazza IV Novembre steht die Fontana Maggiore, ein prächtiger Marmorbrunnen aus dem 13. Jh. von den berühmten Bildhauern Nicola und Giovanni Pisano entworfen. Dahinter erhebt sich der Dom (15. Jh.) mit der Capella del Santo Anello, dem angeblichen Trauring der heiligen Jungfrau.
Gegenüber der Kathedrale liegt der Palazzo dei Priori, erbaut 1293-1443. Die bemerkenswerte 120 m lange Fassade ist von einem reich verzierten Rundbogenportal unterbrochen. In den oberen Stockwerken befinden sich die Galleria Nazionale dell’Umbria mit der umfangreichsten Sammlung umbrischer Kunst und der Rathaussaal „Sala dei Notari“ mit Freskenmotiven aus dem alten Testament.
Aus etruskischer Zeit sind Reste von mächtigen Mauern und Toren erhalten. Der erste Brunnen Perugias (4.-3. Jh. v.Chr.) aus etruskischer Zeit steht an der Piazza Piccinino.
Der Corso Vannucci ist eine der wichtigsten Flanierstraßen der Stadt mit noblen Läden und Straßencafés. Vom Südende des Corso, an der Piazza Italia, tut sich ein weiter Blick in das Tibertal auf. Unter der Piazza Italia liegt ein Labyrinth von Straßen und Wohnhäusern. Papst Paul ließ 1540 eine kraftstrotzende Festung, die berüchtigte Rocca Paolina, mitten in die Stadt bauen. Da er es damit sehr eilig hatte, wurde einfach ein ganzes Wohnviertel zugeschüttet und darauf die Burg und neue Wohnhäuser erbaut. Im 19. Jh. zerstörte die Bevölkerung das aufgezwungene Kriegbauwerk. Ausgegraben und restauriert wurde der unterirdische Stadtteil von 1932 – 1965. Über glasüberdachte Rolltreppen gelangt man in die praktisch unversehrten mittelalterlichen Straßen mit Wohnhäusern und Stallungen.

 

 

 

 

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