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Die norditalienische Stadt Verona liegt an dem Fluss Etsch und gehört zur Region Venetien.
Seit über 2000 Jahren behüten die Mauern Veronas historische und kulturelle Schätze, die der Stadt ein einzigartiges Ambiente schenken. Bei einem Spaziergang entdeckt man in den Gassen ein unerwartet harmonisches Nebeneinander von Zeugnissen aus unterschiedlichen Epochen, das einen Schritt für Schritt gefangen nimmt: die Spuren der prachtvollen römischen Ursprünge, das ausgeprägte Erbe des Mittelalters und seiner Scaligerritter, die grandiosen Renaissance-Paläste und die imposanten Befestigungsanlagen, die sie schützen.

Verona gilt nach Rom als zweite Stadt Italiens mit den best erhaltenen römischen Überresten. Der strahlende Marmor seiner noch stehenden Denkmäler nimmt den Besucher mit auf eine 2000jährige Reise in die Vergangenheit: das Amphitheater Arena, das Römische Theater, die Brücke Ponte Pietra, der Triumphbogen der Gavi und die Stadttore Porta Borsari und Porta Leoni. Bei einem Spaziergang auf der alten „Decumano massimo“ und der alten Via Postumia, heute Corso Cavour, Corso Portoni Borsari und Corso Santa Anastasia stößt man auf das einstige römische Forum, die heutige Piazza Erbe. Unter den römischen Straßen liegen archäologische Ausgrabungsstätten mit den Überresten der prächtigen Stadt zur Zeit der Römer und der Scaliger.

Das Zeitalter der Scaliger Stadtherren gab Verona ein neues Gesicht: Es entstanden die Stadtmauern, das wunderschöne Castelvecchio und die Scaligerbrücke, der Palast des Cangrande und die Residenzen der Herrschaftsfamilien della Scala, der Domus Mercatorum Piazza Erbe und ihre Grabstätten, die in den Himmel ragende Arche Scaligere.
Auch die venezianische Herrschaft hat tiefe Spuren hinterlassen in den Palästen des Adels dank großer Maler, deren Werke in dem Museum des Castelvecchio, den Kirchen, Villen und den Toren der Stadt zu sehen sind.
Während der Herrschaft der Habsburger wurde Verona zum Zentrum eines perfekten Verteidigungssystems „Quadrilatero“ genannt. Bastionen und kleine Festungen umgaben nun die Stadt. Es entstanden zudem Zivilbauten wie der Palazzo Barbieri, Militärgebäude wie das Arsenal und neue herrschaftliche Paläste.

Die Arena von Verona ist das berühmteste Monument der Stadt. Hier finden alljährlich die berühmten Opernfestspiele statt. Das Zusammenspiel des Zaubers der Musik und der Magie des Ortes ist faszinierend. Die Arena wurde in der ersten Hälfte des ersten Jahrhundert nach Christus errichtet. Nach dem Kolosseum in Rom und dem Amphitheater in Capua ist es das drittgrößte Amphitheater Italiens. Dank seiner Ellipsenform bietet es eine hervorragende Akustik und fasst eine größtmögliche Zahl von Zuschauern: Zwischen dem Parkett und dem Zuschauerraum hatten etwa 30.000 Personen Platz. Die Arena besteht aus drei Mauerringen: Von dem äußeren Mauerring ist heute nur noch ein kurzes Stück erhalten geblieben, der so genannte „Flügel“. Die Fassade wurde aus weißen und rosafarbenen kalkhaltigen Blöcken gebaut, die man von den Steinbrüchen der Valpolicella nach Verona transportierte. Von der Arena hat man einen herrlichen Panoramablick auf die Stadt und das Umland.

Verona ist auch die romantische Stadtkulisse der Liebesgeschichte von Romeo und Julia. William Shakespeare siedelte die unglückliche Liebe an genau definierten Orten an: dem Haus der Julia Capuleti, das aus dem 13. Jh. stammt, und dem Haus von Romeo Montecchi, das sich in der Via Arche Scaligere befindet.

 

 

 

 

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